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Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft weist die Aussagen des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes zur Waldwirtschaft in Deutschland entschieden zurück. „Sowohl die Aussagen der nationalen Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt als auch das Positionspapier der Umweltverbände zeugen von eklatanten Fehleinschätzungen und Unwissenheit über die ökologischen und ökonomischen Zusammenhänge im deutschen Wald”, sagte Georg Schirmbeck MdB, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) in Berlin. „Nach Berechnungen des Clusters Forst Holz gingen rund 40.000 Arbeitsplätze in Deutschland verloren, wenn - wie gefordert - fünf Prozent der Waldfläche stillgelegt werden“, ergänzte Ullrich Huth, Vizepräsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR). Beide Verbände verweisen auf die CO2-Speicherung durch die Holznutzung. Angesichts der aktuellen Klimaszenarien (plus 2-4°C) mit extremen Trockenphasen in den Sommermonaten müsse die Forstwirtschaft Strategien finden, die sowohl den integrierten Naturschutz im Wirtschaftswald als auch die zukünftige Holzversorgung sichern.
„Wir wissen inzwischen, dass beispielsweise die Fichte als wichtigster Bauholzlieferant auf vielen Waldflächen mit dem Klimawandel große Probleme bekommen könnte, und die meisten anderen heimischen Hölzer sind für die massenhafte Verwendung als Bauholz aufgrund der technischen Holzeigenschaften nicht geeignet. Der weltweite Bedarf an dem Rohstoff Holz wächst jedoch mit der wachsenden Weltbevölkerung”, so Schirmbeck. „Sowohl der vom Naturschutz geforderte Nutzungsverzicht als auch der generelle Verzicht auf Baumarten wie Douglasie (Ersatz für Fichte), Robinie oder auch die Flaumeiche führen unnötig zu einem erhöhten Nutzungsdruck in anderen Teilen der Welt“. Durch den Umbau der Wälder in klimatolerante Mischwälder mit Altholzinseln, Waldschutzreservaten und angepasster Wilddichte kann sich eine biologische Vielfalt entwickeln, die der Vielfalt in Urwäldern nahe kommt. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch in kleinen „Urwaldzellen” im Wirtschaftswald vergleichbare ökologische Prozesse mit der entsprechenden Artenausstattung zu verzeichnen sind.
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