Holzbau - Brettsperrholz überzeugt im Brandtest
Die positiven Bewertungen im Brandverhalten sind ein wichtiger Schritt für den Einsatz von massiven Holzbauteilen im mehrgeschossigen Holzbau. Das ergaben die Brandversuche an „unbekleideten flächigen massiven Holzbauteilen“, welche im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung e. V. durchgeführt worden sind.
Mit der Bewertung des Brandverhaltens massiver Holzbauteile, wurde ein wichtiger Schritt zum Einsatz von FLEXcross® und FLEXplan® des Ingenieurholzbau-Unternehmens Stephan für den mehrgeschossigen Holzbau getan. Das Institut für Baustoffe Massivbau und Brandschutz an der Technischen Universität Braunschweig hat das Brandverhalten unbekleideter flächiger massiver Holzbauteile im Hinblick auf die Einsatzmöglichkeiten im mehrgeschossigen Holzbau untersucht und bewertet. Dies geschah unter Berücksichtigung des geltenden nationalen Sicherheitsniveaus sowie der künftigen Bemessungskonzept nach Eurocode ENV 1995-1-1. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden in das neue Brandschutzhandbuch, welches zum Ende des Jahres 2008 erscheinen wird, einfließen. Neben den Brettsperrholzelementen FLEXcross® und den verleimten Brettstapelelementen FLEXplan® wurden auch Hohlkörperelemente sowie genagelte und gedübelte Brettstapelelemente geprüft. Kriterien für die Bewertung des Brandverhaltens waren zum einen die Ermittlung der Abbrandgeschwindigkeit sowie die Rauchdichtigkeit der Elemente. Bei diesen Kriterien zeigen sich die Vorteile der verleimten Bauweise für FLEXplan® und FLEXcross®, gegenüber den genagelten oder gedübelten Bauweisen. Vor allem die Rauchdichtigkeit ist bei den verleimten FLEXplan® und FLEXcross® Elementen wesentlich besser als bei genagelten Elementen. Des Weiteren wurde die Abbrandgeschwindigkeit bei Brettsperrholzelementen ermittelt, so dass mit diesen Ergebnissen eine warme Bemessung vorgenommen werden kann. Die Abbrandgeschwindigkeiten liegen im Bereich von Vollholz und sind geringfügig höher als bei Brettschichtholz.